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Missbrauch von Schutzbefohlenen.

 Vorab:

Frohe Ostern 🐰🐣🐰

Ich befinde mich seit 13 Tagen in einem Krankenhaus im Ruhrgebiet und mir sind ziemlich krasse Dinge passiert.

Erzähle ich davon, werde ich als sehr mutig bezeichnet und das sich die meisten Menschen so etwas nicht trauen würden.

Anlass für mich, es unbedingt zu veröffentlichen denn ich finde, das sich da etwas in den Köpfen der Betroffenen ändern sollte.

Ich hatte einen schweren Motorradunfall und habe mein linkes Bein an 2 Stellen gebrochen.

Auch wenn eine Harley Davidson Breakout ca 310 kg wiegt, kommt sie nicht gegen einen PKW an.

Das Auto war stärker, der Rahmen der Harley ist komplett durchgebrochen und das spricht dafür, dass dort enorme Kräfte im Einsatz waren.

Ich hatte wohl mehrere, hochmotivierte Schutzengel 🙏🏼 und bin mit 2 Beinbrüchen davon gekommen.

Einfach Wahnsinn und in den Genuss eines Hubschrauberfluges kam ich auch. Leider ohne Bewusstsein.

Ich wurde sofort operiert und landete auf der Intensivstation.

Da mein Bein zu geschwollen war, musste ich eine Woche warten, bis auch der zweite Bruch operiert werden konnte.

In der Nacht vor der zweiten OP hatte ich mich in eine missliche Lage gebracht und mein gebrochenes Bein hing seitlich aus dem Bett.

Ich bitte ungerne um Hilfe und habe über eine Stunde versucht, das Bein selbst wieder in mein Bett zu ziehen.

Ich hatte große Schmerzen und noch größere Angst, war nass geschwitzt und kurz vor einer Panikattacke!

Der Druck war enorm und wenige Stunden später sollte ich wieder in den OP.

Notgedrungen drückte ich den Notknopf, um Hilfe zu holen.

Eine genervte, männliche Stimme erklang aus der Sprechanlage und wollte wissen, was los ist. Ich erklärte meine Lage.

Zeitnah erschien ein wütender Pfleger mit rotem Kopf. Glatze, ca. 190 cm groß und meckerte mich an.

Immer sei etwas, den ganzen Abend Arbeit und jetzt käme ich auch noch mit Arbeit auf ihn zu.

(Anmerkung dazu:

Während ich alleine versuchte, mich zu retten, sah ich 2 und hörte 3 Männer aus unmittelbarer Nähe, wahrscheinlich ein Nebenzimmer über fast den gesamten Zeitraum sprechen und es lief ein TV oder Radio. Sie unterhielten sich über ihre Eigenheime und generell den Kauf von Immobilien. Außerdem ging es thematisch kurz um EFT's.)

Er machte einen wirklich wütenden Eindruck und ich bekam sofort noch mehr Angst.

Beschwichtigend sagte ich, dass es mir leid tut, ich aber unter einer Traumatisierung leide, einen schweren Motorradunfall hatte und sehr große Angst, Panik und Schmerzen habe!

Ich bat ihn, sehr vorsichtig mit meinem gebrochenen Bein zu sein.

Er blaffte zurück, dass er auch schon viel schlimmes erlebt habe und ihm meine akute Not egal sei.

Noch wütender wurde der Pfleger, als er sah, dass meine Wundbeutel ausgelaufen waren und das Bett teilweise nass war.

Das lag daran, dass die Wunden seit der Morgenvisite nicht mehr kontrolliert worden waren und entsprechend zu viel Wundflüssigkeit in den Beuteln war.

Er rief dann eine Schwester von einer anderen Station an und forderte Hilfe beim Beziehen des Bettes. Bis zum Eintreffen der Schwester packte er meine beiden Beine sehr grob und drehte mich dabei. Ich habe laut geschrien.

Dann sah ich, dass mein gebrochenes Bein wieder seitlich aus dem Bett hing und machte ihn darauf aufmerksam.

Er sah mich regelrecht hasserfüllt an packte mein gebrochenes Bein extrem grob an und warf es wie ein Stück Fleisch mit ruckartiger Bewegung auf das Bett. Ich wurde fast ohnmächtig.

Keine Kontrolle über das Geschehen zu haben, ausgeliefert zu sein und dann von einem Pfleger menschenunwürdig und sehr niederträchtig misshandelt zu werden und dabei unerträgliche Schmerzen zu haben, ist das schlimmste, was mir hätte passieren können.

Die angeforderte Schwester traf ein und sie wollten die Bettwäsche wechseln und meine Wunden neu verbinden. Dabei musste ich selbstverständlich erneut bewegt und berührt werden.

Ich habe dem Pfleger strikt verboten, mich erneut anzupacken und die Schwester gebeten, es alleine zu machen. Dies tat sie und war dabei sehr lieb und entsprechend vorsichtig.

Ich war tief geschockt und bin es immer noch.

Wieder wurde ich mit einer Person konfrontiert, die sich absolut unmenschlich verhält, die vollkommen frei von Empathie ist, eindeutig sadistische Züge hat und ihre Macht missbraucht!!

Ich habe die zweite OP gut überstanden und mich dann entschieden, den Pfleger anzuzeigen.

Die Polizei kam am nächsten Tag und hat meine Aussage protokolliert.

Ebenso die Aussage meiner Bettnachbarin, die den ganzen Vorfall miterlebt hat und sich als Zeugin zur Verfügung gestellt hat 🙏🏼.

Missbrauch von Schutzbefohlenen ist kein Kavaliersdelikt.

Die Reaktionen auf meine Geschichte sind, wie Eingangs erwähnt, absolute Fassungslosigkeit und immer kommt die Aussage, dass es mutig von mir ist, den Pfleger anzuzeigen.

Für mich als Traumatherapeutin gibt es da gar keine Frage!

Selbstverständlich habe ich Anzeige erstattet!

Genau wie bei früheren Versuchen einer Stalkerin, Unfrieden zu stiften und bei der neuen Freundin eines Expartners die der Meinung war, mich öffentlich in den Dreck ziehen zu können.

Es ist nicht mutig, diese Leute anzuzeigen.

Es ist zwingend notwendig!!

Selbst wenn die Verfahren eingestellt werden.

Es geht um die offizielle Dokumentation!

Falls noch mehr passiert, ist es gut, wenn es bereits ein Aktenzeichen gab, auf das man sich im Wiederholungsfall berufen kann!

Ebenso ist es von Vorteil, wenn man zivilrechtlich klagen möchte.

Und es zeigt definitiv Wirkung.... auch wenn viele Missbraucher es ersteinmal in's lächerliche ziehen.

Wer Hilfe dabei benötigt, kann sich immer an die gemeinnützige Hilfsorganisation"Der WEISSE RING" wenden.

Sie unterstützen in allen Belangen und begleiten Betroffene sogar zu einer etwaigen Gerichtsverhandlung.


Lasst Euch nichts gefallen und kämpft für Eure Rechte...



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